Intensiv betreute Soziotherapie

Informationen zu Zielgruppen, Rahmenbedingungen und Struktur

 

 

Zielgruppe

Wir nehmen Menschen mit einer stoffgebundenen Abhängigkeitserkrankung (Alkohol- und / oder Medikamentenabhängigkeit) sowie Männer und Frauen mit zusätzlichen substanzbezogenen psychiatrischen Krankheiten auf. Auch Personen mit nichtstoffgebundenen Suchterkrankungen (z.B. Essstörungen, pathologisches Glückspiel etc.) finden bei uns einen geeigneten Stabilisierungs- und Therapierahmen. Alle Bewohner haben auf Grund der Folgen ihrer chronischen Erkrankung(en) einen Unterbringungsbeschluss nach § 1906 BGB.

Es werden auch Menschen aufgenommen, bei denen eine Essstörung oder eine Spielsucht im Vordergrund steht.

Rahmenbedingungen

Vor Aufnahme ist die Zusage des zuständigen Kostenträgers notwendig. Zudem benötigen wir die Vorlage des Unterbringungsbeschlusses des Amts-/Betreuungsgerichts und die Zustimmung des gesetzlichen Betreuers für die Soziotherapie. Wir gehen davon aus, dass die Bewohner entgiftet ankommen, da meist ein klinischer Aufenthalt vorgeschaltet ist.
Das Haus verfügt insgesamt über 36 Wohneinheiten. Es stehen 30 modern eingerichtete und barrierefreie Einzelzimmerplätze zur Verfügung. Drei Zimmer sind zudem rollstuhlgerecht ausgestattet. Weiterhin bieten wir insgesamt sechs Plätze in Doppelzimmern. Innerhalb des Hauses gibt es eine spezialisierte Frauengruppe. Diese bietet mit ihrem gesonderten Schutzrahmen insgesamt sechs bis acht Plätze.
Die Wohneinheiten sind in Flurgruppen unterteilt, welche jeweils über eigne Aufenthalts- und Gruppenräume verfügen. Im Erdgeschoss finden sich zudem ein großzügiger Speisesaal, ein Beschäftigungsraum, das Stationszimmer des medizinisch-pflegerischen Teams sowie eine Wäscherei. Die Haustierhaltung ist nach Absprache mit der Leitung unter bestimmten Voraussetzungen und nach Maßgabe eines Regelwerks möglich. Ein Garten- und Innenhofbereich sowie Raucher- und Aufenthaltsbalkone auf jedem Stockwerk bieten gute Begegnungs- und Gesprächsmöglichkeiten für die BewohnerInnen.

Struktur

Die BewohnrInnen sind in insgesamt vier Bezugsgruppen mit jeweils bis zu neun Teilnehmern organisiert. In therapeutischen Gruppen- und Einzelgesprächen werden krankheits- und gesundheitsfördernde Themen bearbeitet sowie aktuelle Inhalte besprochen. Jede Bezugsgruppe wird von einer/einem Sozialarbeiter/In geleitet.

Der Arbeits- und Beschäftigungstherapiebereich ist in verschiedene Schwerpunkte (z.B. Holz-, Metall-, Kreativ-, Küche-, Service-, Hausreinigung- und Wäscherei) unterteilt. Je nach persönlicher Motivation und Interesse können verschiedenen Arbeits- und Erprobungsmöglichkeiten angeboten werden. Diese richten sich in Ihrer Ausgestaltung (z.B. Intensität, Inhalte etc.) an den individuellen Ressourcen der BewohnerInnen.

Neben den sozio- und suchttherapeutischen Angeboten sowie den arbeits- und beschäftigungstherapeutischen Anteilen bilden indikative Freizeit- und Gruppenelemente den Gesamtrahmen der IBS.

Die indikativen Elemente beinhalten vor allem themenbezogene (z.B. Stabilisierung und Suchtdruckbewältigung etc.) Angebote. Möglichkeiten und Inhalte einer adäquaten Freizeitgestaltung werden durch verschiedene Interessens-, Übungs- und Erprobungsgruppen umgesetzt.

Das Konzept sieht ein Stufenkonzept zur Wiedererlangung der Fähigkeit zum eigenverantwortlichen Handeln vor.